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#5: Monika

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KalendarSamstag, 28.07.2001 - 15:03:12
Mit deiner Hilfe zurück ins Leben!
Früher sind wir oft spazieren gegangen, auf diesen Wegen hast du mich aufgefangen.
Du reichtest mir fast immer die Hand,und ich griff nach ihr, auch jahrelang.
Ich konnte mit dir über alles reden, auf diesen einsamen Wegen.
Wir hielten uns so oft im Arm und keiner spürte dabei Scham.
Du zeigtest mir den Sinn des Lebens, nach dem ich suchte oft vergebens.
Wir genossen die Stunden so zusammen, denn wir mussten hier nicht um uns bangen.
Doch heute ist das nicht mehr so, denn ich verkrieche mich nur noch irgendwo. Ich verlangsame meinen Schritt, bleibe schon fast stehn, ich hoffe du nimmst mich mit, ich bete du wirst es sehn.
Ganz plötzlich starren dich meine Augen an, und du fragst, wann fing das alles an?
Sie sind ganz kalt vielleicht auch leer, doch dann kann ich mich nicht mehr halten, sie füllen sich wie ein Meer. Deine Arme schließen sich nun um mich Und ich weiß, ich brauche dich.
Ich fange an dir zu erzählen, was mich musste ewig schon so quälen.
Ich lass es raus, ich lass es gehen, denn ich weiß, du wirst es verstehn.
Ich vertraue dir die Wahrheit endlich an, was mir getan hat dieser Mann.
Ich schrie nach Hilfe und rang um mein Leben, doch er hielt mich gefangen und ich konnte mir nicht mehr vergeben.
Meine Laute blieben stumm, denn ich glaubte ihm und stellte mich dumm. Er hat mir meine Seele zerrissen, als er mich drückte in die Kissen.
Er verbat mir den Mund, schlug mir den Körper wund.
Ich hätte alles für ihn getan, aber doch nur aus lauter Scham.
Ich habe es verdrängt und in meine Seele gelassen, doch ich ließ mich von niemandem mehr anfassen.
Ich konnte es nicht mehr ertragen das Leiden, deshalb fing ich doch nur an mich zu schneiden.
Ich erlebte die Qual, denn mir blieb keine andere Wahl.
Doch nun kann ich nicht mehr schweigen, ich will auch nicht mehr leiden, denn eigentlich will ich am Leben bleiben und nicht andere um den Tod beneiden.
Jetzt stehen wir hier auf diesen alten Wegen und ich sage dir was passiert ist in meinem Leben.
Ich erzähle es nur ausschließlich dir, denn ich weiß, dass du wirst helfen mir.
 
#4: Eine Mutter

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KalendarSamstag, 28.07.2001 - 14:58:42
Löcher im Bauch
Hast Du sie gesehen?
Wie sie da stand.
Wie ein begossener Pudel.
Sie tat mir so leid.
Ich tat mir so leid.
Sollte ich sie nun trösten oder sie anschreien und schlagen.
Ich war mir sicher, sie würde sich nicht wehren.
Das machte mich noch wütender.
Ich hasse Dich.
Du hast mein Leben zerstört und ich will, daß Du die Verantwortung dafür übernimmst.
Ich will sie nicht allein tragen.
Du hast gehandelt, ohne an das kleine Mädchen zu denken.
Es entstanden immer mehr Löcher in meinem Bauch.
Das kleine Mädchen ist verblutet.
Es war ein glatter Durchschuß.
Mein Kopf war leer und mein Herz genauso. Ich hatte keine Antworten und keine Fragen mehr.
Du hast sie Dir genommen. Nun stehe ich Dir gegenüber - von Angesicht zu Angesicht.
Ich will Dich zur Rede stellen und Du stehst da: mit weinerlichem Gesicht, hängenden Schultern, triefend vor Selbstmitleid.
Was soll ich nur mit Dir machen? Du wirst es nie begreifen.
 
#3: Beate

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KalendarSamstag, 28.07.2001 - 14:56:12
Das Leben danach Vorher: Alles klar, nette Freunde sogar, nie wirklich einsam, oftmals zweisam, genommen den Tag, bewältigt die plag, öfter gefreut, manches bereut, sich geliebt, gefühlt, manchmal aufgewühlt, Wut, Mut und Tränen gelebt, durch die Liebe in den 7. Himmel entschwebt. Kurz: Ein normales Leben geführt, Höhen und Tiefen gut gespürt. Dann: Von einem Verrückten erwischt. Jedes Gefühl erlischt, Gedanken schwirren wild umher, wenn doch gleich alles zu Ende wär. Gewehrt? Natürlich! Aber dennoch entehrt. Was jetzt? Die Zeit steht still. Gibt es jemanden, der helfen will? Am Besten daheim verkriechen, am liebsten langsam dahinsiechen. Später: Freunde? Sie sind verschwunden, halten sich lieber an die Gesunden. Ausgegrenzt von der Gesellschaft, nicht mehr genügend Kraft. Aufstehen ist da wirklich schwer, reden, handeln noch viel mehr. Darum ist es äußerst wichtig, aufzuklären- aber richtig! Passieren kann das jedem mal. Es gibt Hilfen, zu erleichteren die Qual. Sofort an die entsprechende Stelle wenden, nicht kostbare Zeit verschwenden! Vielleicht kann man den Täter ja kriegen und ein wenig die entstandene Angst besiegen
 
#2: Rosi

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KalendarSamstag, 28.07.2001 - 14:51:16
Schweigen

Wenn Schweigen zur Qual wird

wenn Schweigen verletzt

wenn Schweigen vertuscht

wenn Schweigen beherrscht

dann ist Schweigen Gewalt
 
#1: Unbekannt

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KalendarSamstag, 28.07.2001 - 14:50:48
Mama

Mama, du hast doch gesagt, die Welt ist lieb

Mama, du hast es mir versprochen

Du hast mir von Hensel und Gretel erzählt

und vom Sandmännchen, das mich im Traum besucht

Schneewittchen lebt hinter den sieben Bergen

und Pippi Langstrumpf in der Villa Kunterbunt

Mama, du hast doch gesagt, die Welt ist lieb

Mama, du hast es mir versprochen

Gestern, da lief ich auf der Strasse

Da kam mir ein lachender Clown entgegen

Er hielt bei mir an und schenkte mir einen bunten Lolly

Er fragte, ob ich nicht mit ihm gehen möchte

Mama, du hast doch gesagt, die Welt ist lieb

Mama, du hast es mir versprochen

Ich ging mit dem Clown nach Hause

Da ist er zu einem Wolf geworden
Er hat mich ausgezogen und mir sehr weh gemacht


Er hat mich fressen wollen

Mama, du hast doch gesagt, die Welt ist lieb

Mama, warum hast du das getan?


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