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#10: Jürgen

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KalendarSamstag, 28.07.2001 - 15:19:31
NOBELHOBEL

Heissa, hossa, wie besessen,
gierig, geil und so vermessen,
füllen wir Fortunas Horn,
schlagen heftig und voll Zorn,
alle die uns dabei stören,
alle die uns so empören,
alle die das Spiel nicht können,
alle die uns das nicht gönnen,
alle die ja so verdrossen,
alle die man einst erschossen,
alle die uns Wohlstand neiden,

ach, die können wir nicht leiden.

Ja so spricht das Heer der Herren,
heiter sie die Schwachen zerren,
von der Bühne dieser Stadt,
die doch so viel Zukunft hat.

Ja so spricht das Heer der Reichen,
die kein Elend kann erweichen,
die die Not mit Knüppeln schlagen,
und nicht nach den Herzen fragen.

Ja so spricht das Heer der Leader,
wer nicht folgt, den walzt man nieder,
wer nicht kann, vor lauter Schmerzen,
denen tritt man in die Herzen.

Wem die Kraft zum Nehmen fehlt,
der wird hemmungslos gequält,
Kinder, Frauen und die Alten,
denen hilft kein Händefalten.

Hilft denn heute nur Gewalt?
Lässt das Elend Euch so kalt?
Wollt Ihr wirklich Euch nicht geben?
Nun, dann soll die Erde beben!

Wenn Schmerzen ganz zur Wut verkommen,
wenn der Blick so ganz verschwommen,
wenn das Licht der Sonne fehlt,
dann wird mehr als nur gequält.

Schlächter, die den Wohlstand hängen,
in die goldnen Säle drängen,
Schlächter, die die Reichen schlachten,
das sind dann, die auch verachten.

So wird wieder wie vor Zeiten,
uns zu teil, was wir begleiten,
so wird uns, was wir verwehren,
schlimmes Urteil ohne Ehren.

 
#9: Ulla

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KalendarSamstag, 28.07.2001 - 15:18:32
Erinnerungen
Langsam schleichen sie sich an, bleiben versteckt im Dunkeln, nur ihre Augen blitzen auf, wenn ein Lichtstrahl sie berührt.
Dort verharren sie kauernd, bis der Lichtstrahl so hell wird, daß sie gesehen werden in all ihrer Häßlichkeit ihrer Grausamkeit ihrem Schmerz.
Lange braucht das Licht, um alles ein wenig erträglicher zu machen.
Lange, um das Gesehene akzeptieren zu können und anzufangen.
Neues zu sehen.
 
#8: Jürgen

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KalendarSamstag, 28.07.2001 - 15:16:21
Mein Traum

Ich träume seit langer Zeit immer wieder einen Traum.

Es ist ein beliebiger Tag nach der Sommerferienzeit.
Irgendwann Anfang September.

Vielleicht ein Samstag.

In vielen Städten, Orten, Dörfern und Weilern in Deutschland macht sich die oder der eine auf den Weg.
Macht sich auf, um eine Städtereise nach Berlin? zu unternehmen.

Von überlall her kommen Autos und Züge. In den Autos sitzen einzelne, Paare oder sogar mehrere Personen und so auch in den Zügen, die sich aus jeder Region dieses Landes auf einen einzigen Punkt zu bewegen.

Stille. Keine Hupkonzerte, keine Flaggen, keine Symbole, keine großen und lauten Worte.
Nein, ganz still.
So still, wie es in all den (vielen) Jahren des Leidens war, das sie(er) erdulden musste.
So still, wie es war, als sie (er) sich in diesem Grauen gegen ihren/seinen Untergang und all die vielen Tode gewehrt hat.

Wortlos bewegen sich diese vielen Menschen auf diesen Punkt zu.
Ich stelle mir vor, es ist dort, wo sich dieses Land seine neuen Pyramiden gebaut hat Berlin.
Der Platz vor dem Reichstag, dem Kanzleramt, dem Potsdamer Platz irgendwo dort.

Jeder trägt mit sich ein weißes Pappschild 42 x 30 cm. Oben drüber stehen in roter Farbe die Worte NIE MEHR, darunter ihr/sein Name/Alias, darunter die Anzahl der Stunden, in denen sie/er vergewaltigt und/oder missbraucht worden sind.

Jede(r) geht für sich allein dort hin. Jede(r) für sich allein, so wie sie(er) auch allein war, als sie(er) zum Objekt gemacht, als sie(er) erniedrigt und ihrer(seiner) Würde und Gesundheit beraubt wurde.
Keine Versammlung, kein Treffen, keine Demonstration.

Von Geisterhand gezogen, so wie wohl jede(r) wie von Geisterhand den Mund verschlossen bekam, als es geschah.
Am helllichten Tag, mitten in der Stadt. In der Dunkelheit, versteckt in Zimmern hinter Gardinen oder in Kellern, Abstellkammern oder Campingwagen.

Ich träume diesen Traum seit vielen Jahren. Ich habe mich niemals gewagt, diese Vorstellung auszudrücken. Sie ist so ....... verrückt.
Aber es ist- vielleicht - der einzige Weg, den ich nach so vielen Überlegungen gefunden habe, wie einigen von denen, die gezwungen werden uns zu folgen, vor ihrem Missbrauch bewahrt werden können.
Nein sagen, endlich nein sagen.

Vielleicht gehe ich eines Tages allein nach Berlin. Mit meinem Schild. Weil ich die Vorstellung nicht mehr aushalten kann, das es immer und immer wieder geschieht.

Am helllichten Tag, auch mitten in Berlin, Hamburg, Baiersbronn, Ahrweiler oder, oder, oder ..........................

Muss nicht einer den Anfang machen.?

Ich habe Angst bei diesen Gedanken.
 
#7: Christine

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KalendarSamstag, 28.07.2001 - 15:11:56
Buh Buh!
Ich schrecke zurück hinter der Ecke ein alter Geist Buh!
Ich fahre zusammen im Schrank ein grausiges Monster Buh!
Ich ziehe die Decke über den Kopf doch alle Gespenster kriechen unter die Decke holen mich hervor quälen mich, lachen mich aus und verschwinden wieder..... aber nie für immer.
 
#6: unbekannt

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KalendarSamstag, 28.07.2001 - 15:08:07
Einsamkeit
die mich immer wieder einholt!
In mir führen die Gefühle und Gedanken einen schrecklichen Krieg!
Bei dem die schlechten wohl davontragen den Sieg!
Werd pausenlos mit allem konfrontiert, bin nur noch wie elektriziert - soll wohl nicht vergessen,daß,das Leben ist kompliziert.
Bin jetzt einfach nur infiziert - in mir nur noch die Angst existiert!!
Wandel so oft allein auf der endlosen Straße, durchleb die für mich wohl schwerste Phase!
Würd am liebsten alles verdrängen und vergessen - doch hat es sich tief in meine Seele gefressen!!
Fühl mich so grenzenlos allein .
Bin im Innern doch nur ganz klein!
Wär am liebsten eine Seifenblase so fein -glitzert sie doch in vielen Farben - um doch nur zu hinterlassen ihr Narben!
Wann wird dies alles endlich vorbei sein? Kann ja noch nicht mal mehr Schrein!
In mir toben die Gefühle - fangen ohne Ende an zu wühlen - und zwingen mich ganz danieder!
Kehrt mein Frohsinn, -Lachen niemals richtig wieder?
Bleibt mir alles nur noch zu wider?
Will mich aufbäumen in meiner ganzen Wut -doch war dieses gar nicht gut.
Entpuppt sich wieder nur als ne schwache Glut!
Hab alles noch gar nicht richtig verwunden - bin wohl noch nicht genug geschunden?
Denn ich erhalte doch nur wieder Hiebe in offene Wunden.
Mir sind einfach die Hände gebunden!
Die Hoffnung wohl nun ganz entschwunden? Bin wohl doch nur schizophren - Denn der Mond will nicht mehr untergehn!
Spür den Windnunkaum noch wehen. - Kann mich und die Welt nicht mehr verstehen! Wird sich für mich wohl bald nicht mehr drehen!
Wenn die Sonne nicht mehr lacht, kommt dann mit aller Macht! Die große Angst - mitten in der Nacht - bin dann nur noch von schwarzen Wänden umgeben , seh mich von oben oft nur schweben.
Will einfach so nicht mehr leben.
Möcht denn alle meine Träume nur noch versäumen!!!
Würd mich doch so gerne auch öffnen -und alles erzählen, um dann doch nur wieder zu sehen diesen Ausdruck in den Augen! Verdammt woran soll ich denn noch glauben?
Hab nun schon so viele Tränen heimlich vergossen - doch blieben mir alle Türen verschlossen!
Kann doch nicht einfach jemanden was sagen, muß also doch alles stumm ertragen!
Wurd einfach vieles nur versprochen.
Bin jetzt nur noch gebrochen!
Fange an nur noch böses zu tanken zu tanken, kommen den von ganz allein, die Selbstmordgedanken!
Bin schon benebelt und voll benommen. Kann ihnen schlecht allein entkommen!
Was hab ich getan........?
Was treibt mich in diesen Wahn......?
Hab ich noch ne andere Wahl....? Ist doch alles nur noch Qual.... die verdammte Einsamkeit..........
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